SPD Stadtbezirk Bochum Nord

SPD gegen Müllzentrum in Gerthe

Verkehr

Die SPD im Bochumer Norden lehnt einen Ausbau der Sortierkapazitäten auf dem Gelände Dieselstraße durch die Firma Remondis ab.

Wenn die Firma Remondis ihre Pläne umsetzt und ihre Müllumschlagmenge am Standort Dieselstraße von unter 100 Tonnen pro Tag auf 260 Tonnen erhöht (die WAZ berichtete am 28.05.2008), ist nach Ansicht der SPD Bochum Nord mit einer weiteren Verschärfung der verkehrlichen Situation im Bochumer Norden zu rechnen. Hiervon werden besonders die Kirchharpener Straße und die Josef-Baumann-Straße betroffen sein.

Im Juni 2005 hatte sich die SPD Nord gegen die Verlagerung eines in Werne ansässigen Entsorgungsbetriebes nach Gerthe auf das ebenfalls von Remondis genutzte Firmengelände an der Dieselstraße ausgesprochen. Die Sozialdemokraten hielten schon damals die verkehrliche Anbindung des Gewerbegebietes Nord an die umliegenden Autobahnen für nicht zureichend. „Die Erreichbarkeit ist nur zu Lasten von Wohnbebauung sowohl im Bochumer Norden als auch angrenzend in Castrop-Rauxel möglich. Das wollen wir den Bürgerinnen und Bürgern nicht zumuten“, so damals der Stadtbezirksvorsitzende der SPD im Bochumer Norden, Ernst Steinbach.

Dennoch erfolgte die Verlagerung des Entsorgungsbetriebes nach Gerthe, da der bestehende Bebauungsplan einer entsprechenden Nutzung nicht entgegenstand. Die Höchstmengen der Müllsortierung wurden mit der Stadt vertraglich fixiert. Gleichzeitig wurde die DSD-Sortieranlage der Firma Remondis an der Dieselstraße aufgegeben und lediglich eine Anlage zur Behandlung von Papier, Pappe und Kartonagen mit 40.000 Jahrestonnen von Remondis weiter betrieben.

Auf Betreiben der SPD wurde 2005 eine Überplanung des Gewerbegebiets Nord angeregt, die die Ansiedlung weiterer Entsorgungs- und verkehrsintensive Betriebe verhindern soll.

„Wenn jetzt in einer Art Salamitaktik die Müllumschlagsmenge von Remondis nach und nach erhöht wird und dies trotz des geschlossenen städtebaulichen Vertrages möglich ist, dann fühlen wir uns gelinde gesagt hinters Licht geführt“, so der Vorsitzende der SPD Bezirksfraktion, Karl-Otto Mey.

Remondis geht von einem zusätzlichen LKW-Aufkommen von 10 Fahrzeugen am Tag aus. „Bereits jetzt haben wir ein Verkehrsaufkommen von 12.000 Fahrzeugen, hiervon 770 LKWs täglich auf der Kirchharpener Straße. Das ist mehr als den Anwohner zugemutet werden kann. Die SPD wird weiterhin auf die Durchführung von Feinstaubmessungen in diesem Bereich pochen. Wir stellen auch fest, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung für LKW von 30 km/h regelmäßig nicht eingehalten wird. Hier ist die Ordnungsbehörde aufgefordert, einzuschreiten“, führt Mey aus.

Generell stellt sich für die Sozialdemokraten die Frage, ob der zu entsorgende Müll überhaupt seinen Weg via Bochum Nord nehmen muss. Schließlich werde der Müll in Gerthe nicht entsorgt, sondern nur umgeschlagen.
Insoweit stützt die SPD Nord auch das Begehren der „Bürgerinitiative gegen den Mülltourismus im Bochumer Norden“. „Es sind EU-weit Entsorgungskonzepte zu fordern, die jegliche Form von unnötigem Mülltransport verhindern“, so der Fraktionsvorsitzende.

 
 

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