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Kommunalwahlprogramm 2009
Inhalte und Schwerpunkte des Kommunalwahlprogramms der SPD Bochum Nord für die Jahre 2009 bis 2014
I. Kommunalpolitische Leitlinien und Perspektiven 2009 bis 2014
II. Stadtentwicklung – Bochum Nord starke Stadtteile mit Zukunft
III. Kinder, Jugend, Bildung – „Kinder fördern“ heißt, in Zukunft investieren
IV. Sport, Kultur Freizeit – Mein Stadtteil! Mein Zuhause!
V. Bilanz 2004-2009
I. Kommunalpolitische Leitlinien und Perspektiven 2009 bis 2014
Veränderte Altersstrukturen und finanzwirtschaftliche Entwicklungen stellen die Ruhrgebietsstädte
vor große Herausforderungen.
Die SPD bietet Ideen, Inhalte und Perspektiven an, die ermöglichen, diese kommunalpolitischen Aufgaben im Bochumer Norden erfolgreich zu lösen.
Unsere politischen Leitlinien sind
- die Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung, die sich am Gemeinwohl orientiert
- das Miteinander von Jung und Alt
- die Stärkung von Erziehung, Bildung, Schulen und der Jugendarbeit
- die Unterstützung von Kultur, Sport, Freizeit und der ansässigen Vereine
- das Bewahren der Umwelt und Natur,um die Lebens- und Wohnqualität im Bochumer Norden zu sichern und zu steigern und ein gutes generationsübergreifendes Klima für die Bürgerinnen und Bürger im Bochumer Norden
zu schaffen.
Unsere Zukunft im Bochumer Norden gestalten Sozialdemokraten nach diesen Leitlinien!
Die Stadtteile sind Mittelpunkt für Wohnen, Arbeiten, Kultur und Sport.
Familienfreundlichkeit, eine soziale Infrastruktur, generationengerechtes Wohnen, ein ausgewogenes
Angebot an Bildungs- und Kultureinrichtungen und eine solidarische Stadtteilgesellschaft sind die wesentlichen Zielsetzungen, an denen wir Sozialdemokraten auch weiterhin unser politisches Handeln im Bochumer Norden orientieren werden. Da wir uns auch den nachkommenden Generationen gegenüber verpflichtet sehen, werden wir bei all unserem
Handeln auch unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte verantwortungsvoll vorgehen.
II. Bochum Nord – starke Stadtteile mit Zukunft
Eines haben die Ruhrgebietsstädte gemeinsam. Ihr Flächenangebot ist endlich. Dies gilt auch
für den Bochumer Norden.
Stadtentwicklung ist und bleibt daher eines der wichtigsten Handlungsfelder Bochumer Kommunalpolitik. Dabei geht es insbesondere um die Fragen von Planen und Bauen.
In der Flächenbilanz weist der Norden Bochums im Vergleich zu den übrigen Stadtbezirken einen Überhang an ehemaligen Zechenbrachen und damit an Gewerbeflächen auf.
Wir Sozialdemokraten werden stadtentwicklungspolitische Maßnahmen nur dann unterstützen, wenn sie die Aspekte Leben, Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Erholung
gleichrangig im Blickfeld haben.
Dabei lehnen wir eine Ausweisung von weiteren Gewerbeflächen zu Lasten der vorhandenen
Freiflächen ab und streben eine Weiterentwicklung von Freiraumflächen an.
Unter diesen Gesichtspunkten werden wir den Regionalen Flächennutzungsplan (RFNP) in nachgelagerten Bebauungsplanverfahren kritisch begleiten. Hier werden wir Sozialdemokraten unser besonderes Augenmerk auf die konkrete Entwicklung von Flächen im Bochumer
Norden legen.
Die bestehenden Stadtteilzentren sollen nach unserer Vorstellung in ihrer Funktion geschützt und gestärkt werden. Eine Ausweitung von Sondergebietsstandorten für großflächigen Einzelhandel außerhalb zentraler Versorgungsbereiche lehnen wir ab.
Unsere stadtentwicklungspolitischen Vorstellungen im Einzelnen:
Gewerbepark Gerthe Nord
Der Gewerbepark Gerthe Nord ist gekennzeichnet durch die Ansiedlung von Müllentsorgungs und
Metallentsorgungsbetrieben.
Dies bringt eine nicht unerhebliche Verkehrsbelastung für den Bochumer Norden mit sich.
Eine Überplanung des Gebietes ist dringend erforderlich.
Dabei soll nach den Vorstellungen der SPD der Anteil an gewerblichen Flächen zugunsten der Ausweitung einer Wohnbebauung und Freiraumentwicklung verringert werden.
Gewerbepark Gerthe Süd/ Lothringen V/ ehemaliger BOGESTRA Betriebshof
Das Gelände der ehemaligen Schachtanlage Lothringen V ist im geltenden Flächennutzungsplan mit seiner Gesamtgröße von 16,8 ha als gewerbliche Baufläche und für eine industrielle Nutzung ausgewiesen. Aufgrund der Bodenbelastungen ist für eine weitere auch gewerbliche Nutzung die Bodensanierung unerlässlich. Entsprechende Anträge für eine Bewilligung von Fördermitteln wurden bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt. Auf Anregung der SPD wurden 1,4 ha der Gewerbefläche der Freiraum- und damit der Grünflächenentwicklung in Richtung der Kleingartenanlage „Friedlicher Nachbar“ und entlang der neuen Radwegeverbindung zugewiesen.Die SPD Nord unterstützt eine Ansiedlung von umweltverträglichem, nicht störendem Gewerbe, das keine hohen Verkehrsbelastungen mit sich bringt. Die Nutzung erneuerbarer Energien und eine Weiterentwicklung dieser Technologien auf der ehemaligen Zechenbrache begrüßen wir Sozialdemokraten.
Ausbau der L 654n in Richtung Gerthe
Wir sind gegen den weiteren Ausbau der L 654n in Richtung Bochum.
Der Ausbau der Landesstraße L 654n von Merklinde nach Bövinghausen wurde von der CDU/FDP geführten Landesregierung beschlossen.
Wir teilen die Sorge der Bürgerinnen und Bürger, dass dieser Beschluss eine weitere Zunahme der Verkehrsbelastung im Bochumer Norden nach sich zieht.
Zweigleisiger Ausbau der Straßenbahnlinie 308/318
Der zweigleisige Ausbau der Straßenbahnlinie 308/318 bis zur Stadtgrenze Castrop-Rauxel stellt nach Ansicht der SPD eine geeignet Maßnahme zur Entlastung des Castroper Hellwegs vom Individualverkehr dar. Als unerlässliche Lärmminderungsmaßnahme erachten wir die Entfernung des Kopfsteinspflasters entlang des Gleisbettes der Straßenbahnlinie auf dem Castroper Hellweg und die Erneuerung der Fahrbahndecke mit lärmminderndem Asphalt.
Dieses Erfordernis werden wir mit Nachdruck verfolgen.
Schmaler Hellweg
Eine Wohnbebauung südlich des Schmalen Hellwegs zur Ergänzung des Wohnbauflächenangebots im Bochumer Norden lehnen wir Sozialdemokraten ab. Die negativen Umweltauswirkungen einer derartigen Randbebauung sind nicht akzeptabel.
Eine beidseitige Öffnung des Schmalen Hellwegs für den motorisierten Verkehr lehnen wir ebenfalls ab.
Gewerbepark Hiltrop
Der Gewerbepark Hiltrop auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Lothringen IV zeichnet sich durch seine hervorragenden Verkehrsanbindungen aus.
Die Sanierung des Geländes und die derzeitige Nutzung durch Wohnbebauung und Nahversorger wurden von der SPD Bochum Nord vorangetrieben.
Diese Nutzung des Geländes hat sich gut ins Umfeld integriert. Eine Nahversorgung konnte für die Bürger wieder geschaffen werden.
Zukünftig sollen noch umweltverträgliche nicht störende Gewerbe angesiedelt werden.
Besonderes Augenmerk legt hierbei die SPD Bochum Nord auf die verkehrliche Situation rund um das Gelände.
Ehemaliges Nordbadgelände
Die Neuentwicklung des Nordbadgeländes haben wir in den letzten Monaten mit Nachdruck vorangetrieben. Jetzt gilt es, die Fläche durch einen qualifizierten Bebauungsplan neu zu gestalten.
Die SPD hat sich bereits in den Vorgesprächen zum RFNP für eine eingeschränkte Wohnbebauung zugunsten einer weiteren Freiraum- bzw. Grünflächenentwicklung ausgesprochen.
Vor Beginn geplanter Baumaßnahmen fordern wir zunächst, die Luftbelastung festzustellen und einen geeigneten Lärmschutz entlang der A 43.
Fläche Ecke Harperner Hellweg/Sheffieldring
Der Bürgerwille für die weitere Nutzung dieser Gewerbefläche wurde wiederholt formuliert. Eine
vollständige gewerbliche Nutzung des Geländes lehnen die Bürgerinnen und Bürger ab.
Aus diesem Grunde fordern wir Sozialdemokraten die Aufstellung eines qualifizierten Bebauungsplans.
Die Teilung des Gebietes durch eine Gewerbestraße soll in zwei Teilflächen erfolgen.
Im südöstlichen Bereich ist Wohnbebauung zu entwickeln, der Rest soll für Gewerbeansiedlung vorgesehen werden.
Durch die Ausweisung als Wohnbaufläche mit geeigneten Lärmminderungsmaßnahmen soll der Stadtteil Kornharpen gestärkt und damit der Erhalt seiner Infrastruktur (Kindergärten, Schulen, Einzelhandel, Dienstleistungen) gewährleistet werden.
Das bereits heute ausgewiesene Landschaftsschutzgebiet soll nach unseren Vorstellungen erweitert und qualitativ weiterentwickelt werden.
Wir fordern daher eine Änderung der Darstellung dieser Fläche im Regionalen Flächennutzungsplan.
Wir Sozialdemokraten im Bochumer Norden werden nur einem Bebauungsplan zustimmen, der die o.g. Zielsetzungen verfolgt.
Grüner Weg – Verlängerung Wiehenweg
Eine südliche Erweiterung der vorhandenen Wohnbebauung am Grünen Weg lehnt die SPD Nord ab. Die zum Grünzug E gehörende Fläche wird in ihrer Gesamtgröße von 3,9 ha heute als landwirtschaftliche Nutzfläche, Grün- und Waldfläche genutzt. Der dauerhafte Entzug dieser
auch öffentlich genutzten Naherholungsfläche zugunsten eines allgemeinen Siedlungsgebiets zieht eine erhebliche Belastung für die Kornharpener Bevölkerung nach sich.
III. Kinder, Jugend und Bildung „Kinder fördern“ heißt, in die Zukunft investieren
Kindertageseinrichtungen im Bochumer Norden
Die Zukunft unserer Gesellschaft liegt in den Händen unserer Kinder. Wir müssen sie auf das Erwachsenwerden vorbereiten. Dazu bedarf es einer flächendeckenden Infrastruktur von Kindergärten bis zu Jugendfreizeithäusern.
Das Angebot an Kindertageseinrichtungen im Bochumer Norden ist außerordentlich gut und wird geprägt von der Vielfalt unterschiedlicher Anbieter. Neben der Stadt gibt es eine Reihe von Freien Trägern. Die Stadt Bochum fördert diese Träger mit erheblichen zusätzlichen Mitteln, damit eine flächendeckende hochwertige Infrastruktur bei der Betreuung aufrechterhalten
werden kann. Vor diesem Hintergrund ist ein weiterer Ausbau neuer Kindertageseinrichtungen nicht erforderlich. Gleichwohl müssen die Bedarfe jährlich angepasst werden. Wir werden als Sozialdemokraten insbesondere die Betreuung der Kinder unter drei Jahren im Auge behalten.
Wir streben einen weiteren bedarfsgerechten Ausbau der U-3-Betreuung im Bochumer Norden an.
Wichtig ist uns auch die integrative Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder in Regeleinrichtungen sowie die Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund. Hier gilt es insbesondere,
die sprachlichen Defizite bereits im Kindergarten durch entsprechende Programme aufzuarbeiten. Wir wünschen uns vor diesem Hintergrund auch eine Qualifizierung des in
den Kindertageseinrichtungen tätigen Personals.
Grundschulen im Bochumer Norden
In den zurückliegenden fünf Jahren ist es uns gelungen, alle Grundschulstandorte im Bochumer
Norden zu erhalten. Dies wird auch eines unserer vordringlichen Ziele für die nächste
Wahlperiode sein.
Obwohl die Kinderzahlen durch die allgemeine Bevölkerungsentwicklung rückläufig sind, gilt
für uns Sozialdemokraten der Grundsatz, dass für kurze Beine auch kurze Wege beibehalten bleiben sollen. Wir wollen das flächendeckende Grundschulangebot im Bochumer Norden weiter aufrecht halten. Dazu wird es möglicherweise notwendig sein, Schulverbünde zu gründen,
um Schulstandorte zu erhalten. Ein gutes Beispiel für einen Standorterhalt ist der Schulverbund der Grundschule an der Havelstraße mit der Grundschule an der Bonhoeffer Straße ist. Auf diese Weise konnte das Grundschulangebot in Kornharpen auch weiterhin aufrechterhalten werden.
Schulschließungen von Grundschulen wird es mit Zustimmung der Sozialdemokraten nicht geben. Wir sind bereit, vor dem Hintergrund der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung auch einzügige Grundschulen zu akzeptieren. Wir werden alles daran setzen, die bestehenden Grundschulstandorte zu erhalten.
Die Offene Ganztagsgrundschule ist im Bochumer Norden durch Initiative der SPD flächendeckend
vorhanden. Wir Sozialdemokraten wollen jetzt den qualitativen Ausbau des Offenen Ganztagsangebotes weiter voranbringen. Heil- und Sprachpädagogen sollen die vorhandenen Angebote ergänzen, um den Grundschulkindern eine größtmögliche Förderung zu gewährleisten.
Weiterführende Schulen
Mit Verabschiedung des Schulentwicklungsplans für die weiterführenden Schulen konnte der Schulstandort für das Schulzentrum in Bochum-Gerthe mit dem Heinrich-von-Kleist-Gymnasium (HvK) und der Anne-Frank-Realschule nachhaltig gestärkt werden. Die Stadtteilschulen sind für Sozialdemokraten ein wesentlicher Faktor zur Entwicklung einer ausgewogenen
Sozialstruktur in den Stadtteilen. Wir wollen vermeiden, dass sich die weiterführenden Schulen allein auf den Innenstadtbereich konzentrieren, weil damit gleichzeitig eine Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen verbunden ist, die weniger mobil sind.
Wir werden sowohl die Anne-Frank-Realschule als auch das Heinrich-von-Kleist-Gymnasium beim Ausbau und der Einführung ihrer Ganztagsangebote unterstützen und begleiten.
Darüber hinaus begrüßen wir das Engagement der HvK, naturwissenschaftlichen Unterricht praxisorientiert anzubieten. Auch hier werden wir alles daran setzen, die Schule in ihrem Bemühen zu unterstützen.
Eine hervorragende Arbeit leisten die Werner-von-Siemens-Schule und die katholische Hauptschule Am Lenneplatz. Der Ausbau zum Offenen Ganztag ist hier erfolgreich umgesetzt worden.
Beispielhaft ist auch die enge Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der Wirtschaft. Wir werden als SPD dazu beitragen, dass sich die bestehenden Kontakte verfestigen, die bereits zur Kreishandwerkerschaft, der IHK und Betrieben bestehen.
Die Katholische Hauptschule am Lenneplatz soll an ihrem Standort erhalten bleiben. Sie bereichert das Schulangebot, nicht nur für den Bochumer Norden.
Die Hilda-Heinemann-Schule und die Peter-Petersen-Schule werden wir Sozialdemokraten als Förderschulen in unserem Stadtbezirk auch weiterhin in ihrem Bestand und in ihrer Arbeit unterstützen.
Beide Schulen sind für uns unverzichtbarerer Bestandteil einer Schulentwicklungsplanung, die
auch Kindern mit Lern- oder Körperbehinderung gerecht wird. in der nächsten Wahlperiode.
Wir unterstützen diese Schulen in ihrem Bemühen, die beste Bildung für unsere Kinder zu organisieren
und umzusetzen.
Die Bereitschaft zur baulichen Ertüchtigung der Schulen und die Einrichtung des Ganztagesangebotes auch hier, belegen unser besonderes Engagement.
Jugendförderung ausbauen
Als ein wesentliches Ziel für die nächsten fünf Jahre haben wir uns vorgenommen, die Vernetzung zwischen Jugendhilfe und Schule weiter voranzutreiben.
Durch den Ausbau von Ganztagsschulen sind bereits jetzt neben Lehrerinnen und Lehrern andere Professionen an den Schulen tätig. Aus unserer Sicht macht es Sinn, die Arbeit der Jugendhilfe, insbesondere der Jugendfreizeiteinrichtungen, weiter mit den Schulen zu vernetzen.
Das Nebeneinander von Jugendhilfe und Schule muss weiter synchronisiert werden, um finanzielle und personelle Ressourcen von Jugendförderung und Schulen zielgerichtet zu bündeln.
Die bestehenden Jugendfreizeiteinrichtungen sollen künftig keine Parallelstrukturen zu schulischen
Veranstaltungen entwickeln, sondern ihre Angebote mit den Schulen abstimmen. Dazu gehört auch die Einbindung der im Bochumer Norden bestehenden Sportvereine zur Nutzung von Sporthallen und Sportplätzen.
Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir in der kommenden Wahlperiode die Schulentwicklungsplanung
und die Jugendhilfeplanung nicht mehr separat betrachten, sondern miteinander abstimmen.
Das setzt auch eine Beteiligung der Akteure und Jugendlichen in Form gelebter Partizipation
voraus. Wenn Jugendliche bereits mit 16 Jahren an Kommunalwahlen teilnehmen dürfen, müssen sie die Gelegenheit haben, bei der Ausgestaltung ihrer Freizeitbedürfnisse eine aktive Rolle übernehmen zu können.
IV. Mein Stadtteil! Mein Zuhause!
Der Bochumer Norden ist ein lebens- und entwicklungsstarker Stadtteil, der gute Voraussetzungen
für eine gesunde Entwicklung auch in den kommenden Jahren hat.
Sport, Kultur und Freizeit eröffnen Angebote für die individuelle Gestaltung des persönlichen
Lebens und schaffen Wertorientierungen. Sie bieten Spaß und Vergnügen, und sind Experimentierfelder für die Entwicklung von Kreativität und Fantasie.
Die Stellung des Bochumer Nordens als profilierter Standort für Kultur und Sport ist untrennbar
mit dem Selbstverständnis und Selbstbewusstsein aller Bochumerinnen und Bochumern verknüpft. Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben in der Vergangenheit und werden auch in Zukunft den Bochumer Norden als lebendigen und spannenden Stadtteil – als unserZuhause – gestalten.
Kultur in Bochum Nord
Die SPD Bochum-Nord versteht sich als treibende Kraft, wenn es um die Förderung von Kunst, Kultur und Sport und damit die Freizeit der Menschen, die hier leben, geht. Das belegen unsere zahlreichen Initiativen zur Förderung der Stadtteilkultur und des Sports. Auch in
Zukunft bleibt es ein hohes sozialdemokratisches Ziel, die Bedürfnisse und Wünsche möglichst vieler Menschen zu erfüllen.
Vor dem Hintergrund der dafür notwendigen Anstrengungen können wir stolz darauf sein, dass
- der Kulturrat in Gerthe mit seinem vielfältigen, kulturellen Programm mittlerweile aus
der Kulturszene in Bochum nicht mehr wegzudenken ist. Zu seinem kulturellen Selbstverständnis gehört aber auch die Geschichte der Stadt und seiner Bergbauvergangenheit.
Die SPD setzt sich gemeinsam mit dem Kulturrat für eine differenzierte Auseinandersetzung mit den dunklen Seiten der Vergangenheit ein. Die Erfahrungen
mit Nationalsozialismus und Krieg, mit der Zerstörung der Stadt 1945 fordern unsere Parteinahme für Menschenrechte, für Demokratie, für Zivilcourage und gegen Militarismus
- ein kulturwirtschaftliches Gründungszentrum am Standort der ehemaligen Schachtanlage Lothringen I/II neben dem Bochumer Kulturrat errichtet wurde, mit dem
wir eine neue Zukunftsperspektive verknüpfen, denn Kultur hat auch eine ökonomische Seite und schafft Arbeitsplätze.
- die musische Erziehung unserer Kinder im Bochumer Norden. Die musikalische Erziehung fördert Kreativität und Fantasie sowie intellektuelle und soziale Kompetenzen.
Schon in Kindergärten, und erst recht in Schulen und Vereinen, können Kinder frühzeitig – und damit lebenslang – für Kunst und Musik begeistert werden. Wir setzen uns dafür ein, dass die musisch-kreativen Fächer in den Schulen nicht abgebaut werden dürfen, sondern zu stärken sind. Mit „EMU – Elementare Musikalische Erziehung“ wird bereits in den Kindertagesstätten bzw. Kindergärten eine verbesserte musische Kind ein Instrument“ (JEKI) soll jedes Kind an unseren Grundschulen eine Begegnung
mit einem Musikinstrument ermöglicht werden.
- die Siedlungs- und Stadtteilfeste das Leben im Bochumer Norden spannend machen
und die Möglichkeiten zu Treffpunkten und gemeinsamem Erleben schaffen. Wir Sozialdemokraten werden die Kooperation mit den zahlreichen Vereinen und Initiativen
weiter fortsetzen.
Sport und Freizeit in Bochum Nord
Der Bochumer Norden ist ein Stadtteil, in der die Menschen gerne ihre Freizeit verbringen.
Für uns Sozialdemokraten im Bochumer Norden ist es eine vordringliche Aufgabe, die Qualität als Sport- und Freizeitstadtteil zu erhalten und weiter auszubauen. Oasen der Erholung, wie der Hiltroper Volkspark und der Bockholt, schaffen Lebensqualität für die Bürger unseres Stadtteils. Die Sportvereine leisten mit ihrer Arbeit einen unschätzbaren und unverzichtbaren ehrenamtlichen Beitrag zur Sozialarbeit und einem friedlichem Miteinander in unserer Stadt.
Auf dem Weg dorthin hat die SPD in den vergangenen Jahren entscheidende Schritte zurückgelegt. In über fünfzig Jahren politischer Verantwortung ist es der SPD gelungen, das Angebot an Sportstätten und Sportgelegenheiten für die Sportvereine und deren
Mitglieder, aber auch Sport- und Freizeitangebote für die nichtorganisierten Bochumer Bürger auf einem hohen Niveau zu erhalten, zu verbessern und weiter auszubauen.
Wir haben in den letzten fünf Jahren in Bochum einen Bestand an Sportanlagen erhalten und dafür gesorgt, dass auf den Sportplätzen Maßnahmen in den Bereichen Spielfeldoberfläche, Ausstattung von Umkleide- und Sanitärgebäuden, Beleuchtungsanlagen und Umzäunungen ergriffen wurden, die zu einer komfortableren, wirtschaftlicheren und sicheren Nutzung der Sportanlagen führten.
In intensiven Diskussionen und Planungsgesprächen ist es uns gelungen, den Anstoß für die Neuentwicklung des ehemaligen Nordbadgeländes zu geben. Die SPD wird sicherstellen, dass das gesamte ehemalige Nordbadgelände einer sinnvollen Nutzung für
den Stadtteil zugeführt wird und hierbei Sport- und Freizeitmöglichkeiten einen Schwerpunkt bilden.
Durch die Anmietung von Hallenkapazitäten in der Harpener Heide konnten neue hervorragende Möglichkeiten für Turner, Rollsportler und Kraftsportler im Bochumer Norden geschaffen werden.
Das wertvolle, unverzichtbare Bürgerengagement in den Sportvereinen ist für uns ein wesentlicher Eckpfeiler unseres Gemeinwesens. Aus diesem Grund werden wir Sozialdemokraten auch in Zukunft den Breiten- und Spitzensport - dazu gehört auch der Behindertensport - finanziell und ideell unterstützen und uns für eine noch
stärkere gesellschaftliche Anerkennung dieser ehrenamtlichen Arbeit einsetzen.
Hinsichtlich der Finanzierung von erforderlichen Sportbauvorhaben wird die SPD auch künftig alternativen Finanzierungsmethoden, die eine wirtschaftliche, zeitnahe Realisierung der Vorhaben ermöglichen, offen gegenüberstehen. Sozialdemokraten im Bochumer
Norden erklären ausdrücklich, dass sie als absolut notwendigen Bestandteil der Bochumer Sportlandschaft den organisierten Breiten- und Spitzensport fördern werden. Ein besonderes Augenmerk werden wir hierbei auf die Unterstützung der Jugend- und Nachwuchsförderung legen. Wir werden das Ehrenamt in seiner Bedeutung stärken, es ideell und finanziell unterstützen und jeglichen Bestrebungen das Ehrenamt in seiner Förderung zu beschneiden energisch entgegentreten.
V. Bilanz der SPD Bochum Nord 2004 bis 2009
Naherholung im Bochumern Norden, Gewässerentwicklung
- Grünanlagen Bochum Nord: Überprüfung der Pflegemaßnahmen, Wegebau, Ruhebänke
- Rosenberg: Grünverbindung Rosenberg; Wegebau
- Gerthe: Renaturierung Gerther Mühlenbach, Pumpwerk Fischerstraße
- Grünzug E: Qualifizierte Weiterentwicklung
- Harpener Bach: Renaturierung
- Ausbau des Radwandernetzes im Bochumer Norden
- Verbindungsweg von der Straße Am Gysenberg in den Gysenberg Wald
Kinder, Jugend und Schule
- Ausbau aller Grundschulen zu Offenen Ganztagsschulen (OGS)
- GGS Frauenlobschule: Neubau eines Gebäudes für die OGS
- Ausbau der Hauptschulen- und der Realschule und des Gymnasiums (ab 2010) zu
Ganztagsschulen
- Erweiterung der Räumlichkeiten für die OGS an der Hans-Christian-Andersen-Schule
- Spielplatz Winterkamp: Neuplanung
- Spielplatz Amtshaus Harpen: Neuplanung
- Spielplatz Bethanienstraße: Neuplanung
- Spielplatz Bernsteinweg: Umgestaltung
- Spielplatz Spreestr.: Wegeerneuerung
- Im Lothringer Feld: Anlage eines Kinderspielplatzes durch den Bauträger angeregt
- Amtshaus Gerthe: Errichtung einer Notinsel
- Kornharpen: Erweiterung des Angebots für Jugendliche im Jugendkeller an der Wegschere
- Hiltroper Volkspark: Einsatz von Streetworkern
- Rhönplatz: Umgestaltung mit Spielmöglichkeiten
- Patmosstraße/Böckenbergstr.: Unterstand für Jugendliche
- Bockholt: Hochseilklettergarten
Stadtentwicklung, stadtbildprägende Maßnahmen
- Harperner Hellweg/Sheffieldring: Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan
- Schmaler Hellweg: südlichen Randbebauung abgelehnt
- Neugestaltung des ehemaligen Nordbadgeländes angeregt
- Entwicklung der Zechenbrachen: Lothringen I/II, IV und V
- Verlegung des Depotcontainerplatzes Brandenbuschstr.
- Restaurierung Kriegerehrenmal Bergener Straße und Hiltroper Kirche
- Erhalt der Toilettenanlagen auf dem Gerther Marktplatz
- Umgestaltung Rhönplatz
- Masterpan Einzelhandel: Festsetzung Gerthes als Stadtbezirkszentrum
- Konzept „Bezirksbäume“ im Bochumer Norden eingebracht und beschlossen
- Zentraldeponie Kornharpen: Die Stilllegung des Deponiegeländes wird im Juli 2009 erfolgreich
erreicht. Eine Renaturierung und Öffnung für die Bürgerinnen und Bürger ist vorgesehen
und wird positiv kritisch begleitet.
Verkehrliche Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur und Schulwegsicherung
- Bethanienstr.: Verkehrsberuhigung in Höhe des Spielplatzes; Wegeverbindung Gerther
Zentrum/Amtmann-Ibing-Str.
- Amtmann-Ibing-Str.: Anlage eines Gehweges
- Dietrich-Benking-Str.: Errichtung eines Kreisverkehrs
- Lothringer Str.: Geschwindigkeitsbegrenzung Tempo 30, Querungshilfe in Höhe auf der
Panne
- Lothringer Straße/Hans-Sachs-Str.: Errichtung eines Fußgängerüberwegs
- Niederflurgerechter Ausbau Haltestellen: Bethanien Str., Klüsener Str.
- Heinrichstr.: Fahrverbot für LKWs, Geschwindigkeitsbegrenzung Tempo 30
- Castroper Hellweg: Geschwindigkeitsbegrenzung Höhe Mühlenbachschule Tempo 30,
Gehwegausbau Richtung Castrop
- Kornharpern: Rad-und Fußweg Kornharpener Zechenbahn
- Harpener Heide.: Errichtung von Parkplätzen neben Radwanderweg Höhe Schrebergarten
- Wiemannskamp.: Errichtung eines Kreisverkehrs
- Harpener Hellweg: Nachtfahrverbot für LKW, Beschilderung für LKWs über 7,5 t,
- Verlagerung der Parkplätze für Menschen mit Behinderung
- Böckenbergstr.: Errichtung von Parkplätzen unterhalb der Grummer Teiche
- Ostaraweg: Restausbau
- Frauenlobstr.: Geschwindigkeitsbegrenzung Höhe Grundschule Tempo 30
- Hiltroper Str.: Gehwegausbau, Fußgängerampel
- Hitroper Landwehr: Gehwegausbau Kreuzung Hiltroper Landwehr
- Bergener Straße: Gehwegerneuerung Bereich Hiltroper Straße
- Mittelgebirgssiedlung: Tempo 30 Zone
- Wiescherstr.: Anlage einer Radverkehrsanlage und Einbau von zwei Querungshilfen
- Verbesserung der Anbindung des öffentlichen Personennahverkehrs: Linien 364,
336, 344
Service und Dienstleistungen im Bochumer Norden
- Zusammenlegung ARGE und Sozialamt in der Bezirksverwaltungsstelle Gerthe, dadurch
Erhalt der Serviceleistungen vor Ort
- Zusammenarbeit mit dem Seniorennetzwerk
- Ausweitung des Angebots seniorengerechter Wohnanlagen
- Erhalt einer Postagentur in Gerthe
- Erhalt einer Grünschnittsammelstelle an der Bergener Straße
- Zusammenarbeit mit INGE
Bezirkvertretung Bochum-Nord